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Konto, Handynummer, Télépéage: Die kleinen Dinge, die den Alltag leichter machen

November 6, 2026

Vieles funktioniert an der Côte d'Azur auch mit deutschem Handy und deutschem Konto. Manche Dinge sind mit einer französischen Nummer oder Bankverbindung aber deutlich einfacher. Hier unsere Erfahrungen.

Eine französische Handynummer

Warum? Ärzte, Handwerker, Online-Portale und Lieferdienste schicken Codes und Termine per SMS, oft nur an französische Nummern. Auch Nachbarn und Handwerker rufen lieber eine 06- oder 07-Nummer an.

  • Alle großen Anbieter (Orange, SFR, Bouygues, Free) haben günstige Tarife ohne Laufzeit
  • Für eine reine Zweitnummer reichen Kleinsttarife ab etwa 2 € im Monat (z. B. bei Free Mobile). Die liegen dann einfach als zweite SIM oder eSIM im Handy
  • Für den Vertrag brauchen Sie einen Ausweis und meist eine Bankverbindung. Eine deutsche IBAN wird in der Regel akzeptiert

Ein französisches Bankkonto

Der Mythos: „Ohne französisches Konto geht nichts.“ Stimmt nicht ganz. Nach EU-Recht müssen französische Firmen Lastschriften von jeder Bank im SEPA-Raum akzeptieren. Wenn ein Versorger Ihre deutsche IBAN ablehnt, dürfen Sie darauf bestehen.

Trotzdem praktisch ist ein französisches Konto, wenn Sie regelmäßig hier sind:

  • Handwerker, Gärtner und Poolservice bezahlen Sie per Überweisung ohne Rückfragen
  • Für eine Finanzierung bei einer französischen Bank ist ein Konto dort ohnehin nötig
  • Bei Mietkautionen, Vereinen oder der Kantine ist ein FR-Konto schlicht bequemer

Die Optionen:

  • Klassische Banken (z. B. regionale Genossenschaftsbanken oder große Filialbanken) eröffnen Konten für Nicht-Residenten. Meist brauchen Sie einen Termin, Ausweis, Wohnsitznachweis und manchmal den Kaufvertrag
  • Online-Banken mit französischer IBAN sind günstig, verlangen aber oft einen steuerlichen Wohnsitz in Frankreich. Lesen Sie die Bedingungen vor dem Antrag
  • Wenn alle Banken ablehnen, gibt es über die Banque de France das Recht auf ein Basiskonto (droit au compte)

Télépéage – nie wieder an der Mautstelle anstehen

Auf der A8 zwischen Nizza, Cannes und Fréjus zahlen Sie Maut. Mit einem badge de télépéage an der Windschutzscheibe fahren Sie durch die orangen „t“-Spuren, ohne anzuhalten. Abgerechnet wird monatlich.

Mythen, die nicht stimmen:

  • „Das gibt's nur mit französischem Konto.“ – Mehrere Anbieter akzeptieren eine deutsche IBAN
  • „Der Badge gilt nur auf einer Autobahn.“ – Er funktioniert auf allen Autobahnen in Frankreich, manche Badges auch in Spanien, Portugal und Italien
  • „Lohnt sich nur für Vielfahrer.“ – Viele Anbieter haben Tarife, bei denen Sie nur in Monaten mit Fahrten zahlen. Das passt gut für Zweitwohnungsbesitzer

Unser Tipp: Bestellen Sie den Badge online, bevor Sie anreisen. Dann haben Sie ihn bei der Ankunft schon im Briefkasten.

Weitere Tipps für den Start finden Sie in unserer Checkliste Die ersten 30 Tage nach dem Kauf.

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand November 2026. Sie dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung.

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