Beim Kauf einer Immobilie in Frankreich fallen drei Kostenblöcke an:
NOTARKOSTEN: WAS STECKT DRIN?
"Frais de notaire" ist irreführend – der größte Teil sind Steuern, kein Honorar.
Im Département 06 (Côte d'Azur: Cannes, Antibes, Nizza) liegt die Grunderwerbsteuer bei 5,81 % – im französischen Durchschnitt. Einige Départements haben seit 2025 auf bis zu 6,4 % erhöht, das 06 bisher nicht.
RECHENBEISPIEL: HAUS FÜR 1.000.000 € IN CANNES
Kaufpreis: 1.000.000 €
Grunderwerbsteuer (5,81 %): 58.100 €
Notarhonorar inkl. MwSt.: 10.255 €
Gebühren & Auslagen: ca. 4.000 €
Sicherheitsgebühr: ca. 1.000 €
Gesamte Notarkosten: ca. 73.000 € (7,3 %)
In der Praxis schwankt die Summe zwischen 7,2 % und 8 %. Der Notar legt vor Vertragsabschluss eine genaue Aufstellung vor.
WEITERE KOSTEN
Pflicht:
Optional:
MAKLERPROVISION: WER ZAHLT?
Gesetzlich nicht geregelt, in der Praxis aber klar: Der Verkäufer zahlt.
Provisionshöhe: meist 5–7 % inkl. 20 % französische TVA (Mehrwertsteuer)
Bei HEXAGON ESTATES: 6 % inkl. TVA(5 % netto).
Die Provision wird im notariellen Kaufvertrag festgehalten und beim Notartermin über dessen Treuhandkonto ausgezahlt – der Makler erhält sein Honorar erst nach erfolgreichem Abschluss, ganz am Ende.
